Vereinschronik


Im Grunde ist der Sportgedanke und auch der aktive Sport in unserer Gemeinde viel älter als es unser Gründungsjahr es verheißen mag. Denn die heutige Sportvereinigung hatte in dem bereits 1912 ins Leben gerufenen und bis in das Dritte Reich hinein bestehenden Turnverein einen Vorgänger, den wir hier nicht unerwähnt lassen möchten und dessen Gründer und Mitglieder ebenso sportbegeisterte Idealisten waren, wie wir es heute sind. Es war daher sicher kein Zufall, dass sich einige unserer Gründungsmitglieder noch aus den Reihen des früheren Turnvereins rekrutierten, wenn auch der entscheidende Anstoß von der fußballbegeisterten jungen Generation kam, die genötigt war, sich in auswärtigen Vereinen sportlich zu betätigen.

So wurde 1946 bei der damaligen französischen Militärregierung um die Genehmigung zur Vereinsgründung nachgesucht. Gemeinsam mit Sportfreunden aus dem benachbarten Arlen wurde dann am 31. Juli 1946 die Sportvereinigung Worblingen mit Herrn B. Bertsche als erstem und Herrn W. Epple als zweiten Vorstand aus der Taufe gehoben, während der aktive Sportbetrieb erst 1947 aufgenommen werden konnte. Mangels einer geeigneten Sportanlage in Worblingen wurde der Spielbetrieb in den ersten Jahren auf dem Sportplatz Oberholz in Arlen abgewickelt. Später stellte die Gemeinde das heutige Gelände SNOEK zur Verfügung, das von aktiven und passiven Mitgliedern mit viel Idealismus zu einem guten Spielplatz hergerichtet wurde. Als man dort der Bebauung weichen musste, wurde als Übergangslösung "Im Riedern" gespielt.

Inzwischen setzte die Gemeinde unter Bürgermeister A. Zinsmayer alles daran, aus der früheren Kiesgrube und Schutthalde bei der "Sonne" einen vorbildlichen Sportplatz zu machen, wobei die Vereinsmitglieder wiederum tatkräftig Hand anlegten. Im Juni 1960 war es dann soweit, Bürgermeister B. Heim, der das Werk mit viel Verständnis für den Sport weiterführte, übergab dem Verein einen der schönsten Plätze im Hegau. Fast genau 23 Jahre lang tat dieser Sportplatz seine Dienste.

Am 6. August 1983 schließlich wurde ein lang gehegter Wunsche des Vereins Wirklichkeit, ein neues Sportgelände mit Hartplatz, Rasenplatz und Clubheim konnte im Gewann "Oberwiesen" übergeben werden. Auch dieses Mal waren es Vereinsmitglieder, die in unzähligen Arbeitsstunden halben, das Clubheim, das jetztige Zuhause des Vereins, zu errichten. Die Anlage ist vorbildlich und wird allen sportlichen Ansprüchen gerecht. Dank gebührt dem Bürgermeister Heim und der Gemeinde Rielasingen-Worblingen für die Unterstützung und großzügige Förderung.

Seit dieser Zeit genießt der SV Worblingen sein Zuhause auf dem Gelände Oberwiesen. Diese Anlage trug sicherlich auch zu dem enormen Zuwachs an Spielern und Mannschaften bei. Mit der Zeit wurde den Verantwortlichen bewusst, dass auf lange Sicht hin eine Vergrößerung des Clubheims unumgänglich wurde. Bereits im Herbst 1996 fassten die Vorstandsmitglieder den Entschluss die Erweiterung des Clubheimes anzugehen. Nach diversen Verhandlungen mit der Gemeinde und dem Sportbund konnte das neue Projekt dann schlussendlich angegangen werden.

In diesem Zusammenhang sollte noch ein neuer Meilenstein in der Vereinsgeschichte des SV Worblingen genannt werden, der Verein geht seit dem 1.1.98 neue Wege. Mit der Gemeinde wurde ein Pacht- und Pflegevertrag abgeschlossen, der die Zuständigkeiten der Oberwiesen-Anlage und die Bezuschussung des Vereins neu regelt.

Nach wiederum unendlichen Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder und durch die tatkräftige Unterstützung durch die Gemeinde Rielasingen-Worblingen konnte am 13. Mai 1999 der Anbau des Clubheims eingeweiht werden. 8 Umkleidekabinen umfasst nun das komplette Gebäude. Ferner konnten noch ein Nebenraum für die Gaststätte und ein Sitzungs- und Versammlungsraum im Dachgeschoss geschaffen werden. Dank sei an dieser Stelle dem Bürgermeister O. Kledt und der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung und Förderung des Projektes gesagt.

Auch im Jahre 2000 wurde seitens des SV Worblingen weiter an seiner Zukunft gearbeitet. Ein neues Projekt wurde geplant. Aufgrund der Vielzahl der Mannschaften und des stark eingeengten Trainingsplatzangebotes hat sich der Verein entschlossen, einen Vorstoß bei der Gemeinde zu wagen, den bereits seit 1983 vorhandenen Hartplatz in einen Kunstrasenplatz neuester Generation umwandeln zu lassen. Eine Investition in die Zukunft, die wiederum nur zusammen mit der Gemeinde durchführbar war. Wir versprachen uns eine große Entspannung beim Trainingsbetrieb, da der neue Platz ganzjährig zu nutzen ist. Im Sommer 2001 wurde das Projekt realisiert. Am 01. September 2001 wurde der neue Kunstrasenplatz durch ein Einlagespiel der Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen gegen die Vorstandschaft des Vereins, verstärkt durch Jugendtrainer seiner Bestimmung übergeben.

Nachdem 2000 der SV Worblingen mit dem FC Rielasingen-Arlen eine Spielgemeinschaft eingegangen ist und diese Zusammenarbeit recht erfolgreich verlaufen ist, wurde 2003 mit dem SV Bohlingen ein dritter Partner in diese Gemeinschaft aufgenommen. Die Jugendstrukturen werden nun sukzessive angepasst, so dass wir in absehbarer Zeit mit den Großvereinen in der Umgebung mithalten können bzw. diesen sogar den Rang ablaufen werden.

Die Geschicke des Vereins leiteten folgende erste Vorstände:



Jahr Name
1946 - 1948 B. Bertsche
1948 - 1950 H. Neidhart
1950 - 1955 M. Hurst
1955 - 1958 F. Zinsmayer
1958 - 1964 L. Wieland
1964 - 1984 A. Auer
1984 - 1995 J. Stockmann
seit 1995 M. Zinsmayer

 

Mannschafts- und Abteilungschronik

Schon bald nach der Gründung verfügte der Verein über eine sehr schlagkräftige und starke Fußballmannschaft, die bereits im Spieljahr 1947/48 Meister der damaligen Bezirksliga wurde und anschließend um den Aufstieg in die Landesliga Südbaden gegen Blau-Weiß Freiburg, Kuppenheim, St. Georgen, Weil und Zunsweier kämpfte. Dieses hochgesteckte Ziel konnte allerdings nicht erreicht werden.

In der Folge blieb Fortuna unseren Fußballern nicht immer treu, so dass zeitweilig auch in der B- und C-Klasse gespielt werden musste.

1956/57 wurde die Meisterschaft der B-Klasse errungen und gleichzeitig der Wiederaufstieg in die A-Klasse erkämpft.

Nach 6-jähriger Zugehörigkeit zu dieser Klasse gelang 1962/63 die Meisterschaft und darüber hinaus in einer strapaziösen Aufstiegsrunde der Sprung in die zweite Amateurliga.

Im südbadischen Fußball-"Unterhaus" konnte sich die Mannschaft jedoch nicht behaupten, abgesehen davon, dass auch die finanziellen Belastungen für den Verein zu groß wurden.

Man spielte daher wacker in der A-Klasse weiter und verkraftete auch einen Ausflug in die B-Klasse. 1970/71 gelang die Meisterschaft und der Wiederaufstieg in die A-Klasse (heutige Bezirksliga). 13 Jahre spielte die erste Mannschaft in dieser Klasse mit wechselhaftem Erfolg. Darunter waren Spieljahre, in denen nur mit größter Anstrengung der Abstieg vermieden wurde, aber auch Jahre, in denen der Aufstieg in die 2. Amateurliga knapp verpasst wurde.

Das Jahr 1983 stellt einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte dar; das Sportzentrum Oberwiesen wurde eingeweiht. Je ein Rasen- und Hartplatz schafften optimale Bedingungen für den sportlichen Betrieb. Das Vereinsheim, ein Schmuckstück unter den Vereinsheimen im Hegau, wurde in Eigenleistung mit besonderer Initiative der AH erstellt.

Ein Jahr nach Fertigstellung des Sportgeländes, möglicherweise aufgrund der enormen Anstrengungen des Aufbaus und Fertigstellung, ging der ersten Mannschaft die Luft aus. Im Jahre 1984 folgte der Abstieg aus der Bezirksliga uns sieben weitere magere Jahre, in denen zum Teil nur mit Mühe die Kreisklasse A gehalten werden konnte. Nach und nach zahlte sich jedoch die über Jahre hinweg erfolgreiche Jugendarbeit aus und der Aufstieg in die Bezirksliga gelang wiederum 1991. Seit dieser Zeit, also nunmehr seit 9 Jahren in dieser Klasse hat sich der SV Worblingen etabliert.

Die Saison 1999/2000 konnte dabei mit einem hervorragenden 2. Tabellenplatz abgeschlossen werden, was zu den Aufsteigsspielen zur Landesliga berechtigte. In 2 spannenden Spielen gegen den SV Aasen als Vertreter der Bezirksliga Schwarzwald musste man sich jedoch knapp geschlagen geben.

In der Saison 2000/2001 war der SV Worblingen mit der Zielsetzung des Aufstieges in die Saison gegangen und hat in einer beeindruckenden Saison dieses Ziel realisiert, so dass am Ende die souveräne Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga Südbaden Staffel III gefeiert werden konnte. Bereits am 20.05.01, dem 30. Spieltag in dieser mit auf 17 Mannschaften aufgestockten Bezirksligasaison, gelang in Denkingen der entscheidende 2:1 - Sieg. Die Saison wurde mit 68 Punkten und damit mit 9 Punkten Vorsprung auf Denkingen und mit einem Torverhältnis von 84:31 nach 32 Spieltagen abgeschlossen. Die erfolgreiche Saison komplettierten die II. Mannschaft, die in die Kreisliga A aufstieg und die Damenmannschaft mit ihrem Sprung ebenfalls in die Landesliga.

In den Folgejahren gelang es der 1. Mannschaft sich in der Landesliga zu etablieren, genauso wurde dies mit der 2. Mannschaft in der Kreisliga A erreicht. Die Damenmannschaft musste in der Folgezeit den Abstieg aus der Verbandsliga in die Landesliga in Kauf nehmen, spielt jedoch nun in dieser Liga ebenfalls eine hervorragende Rolle.

Im Juni 2006 mussten wir nach 7 erfolgreichen Jahren unseren Trainer der 1. Mannschaft Joachim Engesser verabschieden. Dieser entschied sich, eine fußballerische Pause zu machen, um sich mehr der jungen Familie zu widmen.

Ihm folgte dann im Juli 2006 mit Gerd Hanser, der in den abgelaufenen Jahren eine sehr gute Arbeit in Tengen/Watterdingen abgeliefert hatte, ein jugner und ehrgeiziger Trainer. Ebenso neu in Worblingen ist der Co-Trainer, Thomas Rottinger, der von der DJK Singen zu uns nach Worblingen kam. Die zweite Mannschaft wird weiterhin von Stefan Breinlinger trainiert, ihm zu Seite steht als Co-Trainer mit Rainer Wellhäuser ein ehemaliger Spieler der Landesligamannschaft.


Die Trainer der ersten Mannschaft seit der Vereinsgründung

Jahr Name
1946 - 1949 Feuerstein, Karl
1950 - 1953 kein Trainer
1954 - 1965 Groß, Emil
1966 - 1967 Wüst, Helmut
1967 - 1969 Elmanowski, Peter
1969 - 1972 Epple, Erwin
1972 - 1975 Wenzler, Walter
1975 - 1977 Stadel, Herbert
1977 - 1978 Epple, Erwin
1978 - 1983 Lammer, Reiner
1983 - 1984 Koch, Reiner
1984 - 1986 Kirsch, Manfred
1986 - 1987 Nonnenmacher, Karl-Heinz

Kächele, Herbert
 
1987 - 1988 Unterberg, Horst
1988 - 1993 Rudolph, Günter
1993 - 1994 Lessmeister, Emil
1994 Rudolph, Günter
1995 - 1998 Damerow, Heinz
1998 - 1999 Graf, Heinz

Rudolph, Günter
 
1999 - 2006 Engesser, Joachim
2006 - 2007  Hanser, Gerd
seit 2007  Engesser, Joachim

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